Die Bundesregierung hat das Ziel, Deutschland bis zum Jahr 2030 zu einer starken und souveränen KI-Nation zu machen. Foto: Getty Images/WANAN YOSSINGKUM Unter dem Motto „ Shaping AI: safe, sovereign, competitive “ greift der Digital-Gipfel 2026 Schlüsselaspekte der Künstlichen Intelligenz auf – von politisch-strategischen Fragen über KI -Anwendung und KI -Sicherheit bis hin zur Bildung eines vitalen KI -Ökosystems. H...
Die Bundesregierung hat das Ziel, Deutschland bis zum Jahr 2030 zu einer starken und souveränen KI-Nation zu machen. Foto: Getty Images/WANAN YOSSINGKUM Unter dem Motto „ Shaping AI: safe, sovereign, competitive “ greift der Digital-Gipfel 2026 Schlüsselaspekte der Künstlichen Intelligenz auf – von politisch-strategischen Fragen über KI -Anwendung und KI -Sicherheit bis hin zur Bildung eines vitalen KI -Ökosystems. Hintergründe zum Bereich der Künstlichen Intelligenz finden Sie hier: KI ist mittlerweile aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – sei es beim Einsatz von Sprachmodellen und KI -Assistenten, Navigationssystemen oder Streaming-Empfehlungen. KI ist ein selbstverständlicher Bestandteil der Wirtschaft, der Gesellschaft, der Wissenschaft und der Forschung. Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, Deutschland bis 2030 als KI -Nation zu etablieren. Sie setzt daher mit Nachdruck auf die umfassenden Möglichkeiten des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in allen Lebensbereichen. Zugleich ist klar: Die Fähigkeiten von KI -Modellen nehmen massiv zu. Damit sind auch steigende Risiken verbunden. Daher unterstützt die Bundesregierung Bemühungen für eine internationale Regulierung. Ziel ist, Deutschland bis 2030 zu einer starken und souveränen KI -Nation zu machen. Dieses Zielbild hat die Bundesregierung bei dem Digitalgipfel 2026 vorgelegt: Grundlage dafür ist ein Ergebnisbericht PDF, 971 KB, barrierefrei der KI -Taskforce, der unter der Federführung des Bundesdigitalministeriums erstellt wurde. Dieser Bericht zeigt den Weg bis 2030 auf, setzt dafür messbare Ziele und bündelt 18 ressortübergreifende Schlüsselmaßnahmen. So will die Bundesregierung den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft und Verwaltung voranbringen, eigene technologische Fähigkeiten stärken und in der ganzen Gesellschaft eine sichere, selbstbestimmte Nutzung ermöglichen. Wichtiges Anliegen ist es vor allem, auf dem Weg zur KI -Nation nicht nur einzelne KI -Leuchtturmprojekte, sondern ein leistungsfähiges KI -Ökosystem zu schaffen. Voraussetzung dafür ist, gesellschaftliche Resilienz und Teilhabe zu stärken, sichere und beherrschbare KI zu gewährleisten, KI in die breite Anwendung zu bringen, eine souveräne und skalierbare Infrastruktur zu schaffen, Zugang zu Frontier AI zu sichern sowie die besten KI -Talente zu qualifizieren, zu gewinnen und zu binden. Lesen Sie hier den Ergebnisbericht der KI -Taskforce: Deutschland als KI-Nation 2030 PDF, 971 KB, barrierefrei KI ist inzwischen ständiger Begleiter bei alltäglichen Fragen und in allen Lebenslagen. Bürgerinnen und Bürger profitieren von dieser Technologie; durch bessere Dienstleistungen, schnellere Verfahren, mehr Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. So verbinden sich Vertrauen, Innovationskraft und gesellschaftliche Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, die Schlüsseltechnologie KI im Interesse der Menschen in Deutschland zu fördern. Dafür gilt es, insbesondere die KI -Kompetenz der Bevölkerung in allen Lebensphasen, von Schule und Ausbildung über Studium und Erwerbsleben bis zur nachberuflichen Phase zu stärken. Alle Bürgerinnen und Bürger, Beschäftigte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sollen einen niedrigschwelligen Zugang zu hochwertigen Qualifizierungsangeboten erhalten Darüber hinaus wird die europäische KI -Verordnung so innovationsfreundlich wie möglich umgesetzt und die neu etablierte KI -Aufsicht als zentrale Anlaufstelle genutzt, um Innovationen zu fördern und Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu beraten. Auch der Staat soll Vorreiter beim Einsatz der KI werden. Bereits jetzt werden KI -Anwendungen eingesetzt, um Verwaltungsverfahren effizienter zu gestalten und so die Staatsmodernisierung voranzubringen. Die Entwicklung zeigt: KI verändert alle Lebensbereiche, schafft neue Möglichkeiten, stellt uns als Gesellschaft aber auch vor neue Herausforderungen. Bei der gemeinwohlorientierten Entwicklung und dem Einsatz der KI stehen Sicherheit und ökonomische wie soziale Nachhaltigkeit daher stets im Fokus. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass sich die Entwicklung der KI an europäischen Grundwerten orientiert und unabhängig von globalen Monopolen verläuft. „ KI made in Germany“ steht für die Entwicklung und Nutzung vertrauenswürdiger, souveräner und wettbewerbsfähiger KI -Modelle. Die Stärke unseres Landes liegt in einer leistungsfähigen Industrieproduktion und technologischen Exzellenz, die die Nutzung umfassender Industriedaten und die Umsetzung anspruchsvoller Anwendungsfälle erlauben. Daraus erwächst ein internationaler Wettbewerbsvorteil bei der Entwicklung und Skalierung leistungsfähiger industrieller KI . Deutschland zählt zu den weltweit führenden Standorten für Entwicklung, Einsatz und Investitionen in fortschrittliche und ressourcenschonende KI -Systeme. Die Rahmenbedingungen für Investitionen, auch in KI -Startups und Scaleups, haben sich messbar verbessert. Industrie, Digitalwirtschaft und Investoren investieren in erheblichem Umfang privates Kapital. Deutschland prägt die internationale Frontier AI Governance entscheidend mit, insbesondere über die Einbindung des KI -Sicherheitsinstituts in das internationale Netzwerk von AI Safety Instituten, die Zusammenarbeit im Rahmen von G7 und über die Arbeit in internationalen Normierungsgremien. Transparente Trainingsprozesse, dokumentierte Datenherkunft und überprüfbare Sicherheit schaffen Vertrauen in die Modelle. Ihre Ergebnisse stehen im Einklang mit geltendem Recht und europäischen Werten; nationale Bewertungen genießen internationales Vertrauen. Künstliche Intelligenz und ihre industrielle Nutzung sind eines der Kernthemen. Ziel ist es, industrielle KI systematisch in die breite Anwendung zu bringen und ein hochmodernes industrielles KI -Ökosystem in Europa zu etablieren – mit starken deutschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Investitionszusagen zahlreicher Unternehmen in Höhe von 230 Milliarden Euro sind ein wichtiges Signal: Deutschland will nicht nur Nutzer von KI , sondern Vorreiter bei der industriellen KI und der Physical KI werden. Zudem haben im Rahmen des „ Invest in Germany Summit “ das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesforschungsministerium eine Absichtserklärung ( Joint Declaration of Intent ) mit NVIDIA unterzeichnet. Mit der Erklärung vereinbaren die Partner, eine Initiative zur Entwicklung modernster KI -Modelle für Physical AI voranzutreiben. Die Initiative baut auf Deutschlands herausragenden Industriedaten, seiner Fertigungskompetenz und seiner Expertise im Ingenieurswesen auf und ist in die KI -Roadmap der Bundesregierung sowie die Plattform Industrie 4.0 eingebettet. Es handelt sich um ein Netzwerk aus Politik, Industrie, Forschung und Verbänden. Die Plattform wird aktuell vollständig auf das Thema Industrielle KI ausgerichtet. Das Netzwerk soll somit zum zentralen Strategienetzwerk für Industrielle KI von der Infrastruktur bis zur Anwendung werden. Mit diesem Schritt unterstreicht die Bundesregierung ihr Ziel, die traditionelle deutsche Ingenieurskunst und Fertigungsexpertise mit Spitzenforschung und modernster KI -Technologie zu verschmelzen, um die Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität Deutschlands zu sichern. Hightech Agenda: Im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland hat die Bundesregierung KI zu einer der Schlüsseltechnologien erklärt. So sollen KI-Technologien speziell gefördert werden, um mehr Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität zu erreichen. Ziel ist es, das wirtschaftliche Potenzial der KI weiter auszuschöpfen, die Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von KI -Kapazitäten zu verbessern und Deutschland als zentralen Player für die nächste KI -Generation zu etablieren. Ausbau von Rechenzentren: Bundesdigitalminister Wildberger betont: „Wir haben geliefert, was unser Land braucht: einen klaren Fahrplan für den Rechenzentrumsstandort Deutschland“. Am 18. März 2026 hat die Bundesregierung die Nationale Rechenzentrumsstrategie beschlossen. Ziel ist, die allgemeine Rechenzentrumskapazität in Deutschland bis 2030 zu verdoppeln und die Rechenkapazitäten für KI zu vervierfachen. Die Strategie umfasst 28 Maßnahmen aus verschiedenen Handlungsfeldern und soll auch der Förderung moderner Technologien wie KI dienen, die auf große Rechenleistungen angewiesen sind. Durch den Ausbau wird ein weiterer Beitrag zum nachhaltigen Wachstum und zur digitalen Souveränität des Wirtschaftsstandortes Deutschland geleistet. Sechs Monate nach dem Beschluss sind 25 der 28 Maßnahmen gestartet und vier Maßnahmen bereits abgeschlossen. Hierzu gehört die Bereitstellung einer souveränen KI - Cloud , die für die Bundesverwaltung abrufbar ist. KI -Investitionen: Der zügige Ausbau der Infrastruktur wird zudem durch massive Investitionen des Bundes flankiert: Für europäische Leuchtturmprojekte ( IPCEI ) im Bereich Cloud , KI und Dateninfrastruktur stehen rund drei Milliarden Euro bereit. Weitere 30,7 Millionen Euro fließen bis 2030 in neue KI -Rechenkapazitäten für das Nationale Hochleistungsrechenzentrum AI Gigafactory . Zusätzlich ist es ein wichtiges Ziel der Bundesregierung, dass Deutschland Standort einer der AI Gigafactories wird, die aktuell von der EU geplant werden. Bei diesen Gigafactories handelt es sich um leistungsstarke Rechenzentren mit über 100.000 KI -Prozessoren, welche die drei- bis vierfache Leistungsfähigkeit der aktuell schnellsten Supercomputer in Europa erreichen. Die EU plant, bis zu sieben solcher KI -Fabriken zu bauen und hierfür private Gelder in Höhe von 20 Milliarden Euro zu mobilisieren. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass sich deutsche und europäische Unternehmen für einen Standort in Deutschland bewerben, um beim Ausbau der europäischen KI -Infrastruktur eine führende Rolle zu übernehmen. Um einen nachhaltigen und energieeffizienten Betrieb zu ermöglichen, sollen gesonderte Förderungsmittel durch das Bundesforschungsministerium bereitgestellt werden und die Forschung zu nachhaltigen Rechenzentren gefördert werden. KI in der Gesundheitsversorgung: Um das Potenzial von KI im Gesundheitswesen zu nutzen, errichtet die Bundesregierung Infrastrukturen, die es Entwickelnden und Gesundheitseinrichtungen ermöglichen, gemeinsam KI -Lösungen rechtssicher und datenschutzkonform zu entwickeln und unter Begleitung der Aufsichtsbehörden zu erproben und zu skalieren. Durch sichere Datenzugänge, technische Infrastruktur und regulatorische Hilfestellungen beseitigen wir Hürden und beschleunigen den Markteintritt innovativer Systeme. Das führt dazu, die medizinische Versorgung zu verbessern, Bürokratie zurückzubauen und mehr digitale Souveränität zu erreichen. Die europäische Frontier AI Initiative („Initiative für führende KI “) soll Europas Fähigkeiten bei der Entwicklung und verantwortungsvollen Steuerung fortgeschrittener KI stärken, Forschung und Recheninfrastruktur vernetzen und einseitige Abhängigkeiten verringern. Die Bundesregierung will gemeinsam mit ihren europäischen Partnern auch im KI -Bereich digitale Souveränität sowie europäische Lösungen erreichen. Ziel ist, dass Europa hier an die Spitze der technologischen Entwicklung gelangt. Mit der Initiative bündeln Deutschland und Frankreich sowie andere europäische Partner die gemeinsamen Kräfte. D ie Initiative wurde kürzlich in European Future of AI Initiative (EFAI) umbenannt , um deutlich zu machen, dass es um die nächste KI -Generation geht. Deutschland verfügt über einen souveränen Zugang zu den weltweit leistungsfähigsten KI -Modellen (sogenannte Frontier AI Modelle). Dieser wird durch strategische Partnerschaften mit internationalen Partnern und Modellanbietern und einen europäischen Ansatz gemeinsamer Beschaffungsmechanismen erreicht und durch technische Wechsel- und Kontrollfähigkeit und souveräne Modelle zur Absicherung ergänzt. Im Verbund mit der EU und anderen Wertepartnern treibt Deutschland Forschung und Entwicklung von möglichst leistungsfähigen KI -Modellen voran, die nah an Frontier AI Modelle heranreichen, souverän entwickelt und betrieben, sowie aktiv genutzt werden und auch zur Absicherung dienen. Die agentische KI ist ein System der KI , das mit begrenzter Aufsicht ein bestimmtes Ziel erreichen kann. Dadurch kann die KI zunehmend selbstständig handeln, Entscheidungen vorbereiten und komplexe Aufgaben übernehmen. Diese Technologie kann nicht nur in Unternehmen, sondern auch in der Verwaltung gewinnbringend eingesetzt werden. Im Rahmen des SPARK--Schnellere Planung und Realisierung durch KI - Projekts werden bereits KI -Module in der Verwaltung eingesetzt, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Die Module bilden ein Assistenzsystem, bei dem KI -Agenten konkrete Teilaufgaben innerhalb eines Gesamtprozesses übernehmen und so die Beschäftigten aktiv bei der Arbeit unterstützen. Um den Einsatz agentischer KI weiter zu erproben, bringt das Bundesdigitalministerium innerhalb der Agentic AI Hubs außerdem gezielt Kommunen mit KI -Unternehmen zusammen. Gemeinsam werden Anwendungen entwickelt und getestet, die die Arbeitsabläufe in der Verwaltung beschleunigen können. Erste Pilotprojekte im Frühjahr 2026 konnten bereits Erfolge verzeichnen. Durch den Einsatz agentischer KI -Anwendungen konnten beispielsweise Pflegeanträge fast doppelt so schnell bearbeitet werden, bei Anträgen im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung waren es sogar 90 Prozent. Diese Ergebnisse veranschaulichen, dass die agentische KI einen gewichtigen Beitrag zur Staatsmodernisierung leisten kann. Aufgrund dieser positiven Entwicklung und der hohen Nachfrage aus den Kommunen geht das Projekt nun mit 38 Kommunen und 17 Start-ups und Scale-ups aus der KI -Branche in die nächste Runde. Die Bundesregierung hat dafür gesorgt, dass der Standort Deutschland die Chancen Künstlicher Intelligenz voll ausschöpfen kann. Ein entsprechendes Gesetz zur Durchführung der europäischen KI -Verordnung ist bereits 2024 teilweise in Kraft getreten, weitere Maßnahmen im Sommer 2026. Das Gesetz legt fest, welche nationalen Behörden des Bundes und der Länder für die Marktüberwachung und Notifizierung von KI -Systemen zuständig sind. Er regelt deren Zusammenarbeit und schafft klare Ansprechpartner für Unternehmen. Dabei wird auf bestehende Strukturen und behördliche Expertise zurückgegriffen, um Doppelarbeit zu vermeiden und bewährte Fachkompetenz zu nutzen. Kernelement der Regelung ist die zentrale Rolle der Bundesnetzagentur, die im Wesentlichen als Marktüberwachungsbehörde für die Einhaltung der KI -Verordnung zuständig ist. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen zeigen: Technologische Abhängigkeiten sind ein strategisches Risiko. Aus diesem Grund verfolgt die Bundesregierung das klare Ziel, mehr Eigenständigkeit und Sicherheit durch europäische Kooperation und Investitionen von Schlüsseltechnologien zu erreichen. Das Bundesdigitalministerium setzt auf den Ausbau einer leistungsfähigen deutschen Cloud-Infrastruktur. Dabei stehen offene Schnittstellen, europaweite Standards und der verstärkte Einsatz von Open Source-Technologien im Fokus. Mit gebündelten IT -Aufträgen soll der Staat gezielt zum sogenannten Ankerkunden der heimischen Digitalwirtschaft werden. Diese Nachfrageorientierung beschleunigt die Entwicklung und Marktreife von Innovationen – ein entscheidender Hebel für digitale Souveränität „Made in Germany“. Für die Förderung der digitalen Souveränität setzt Deutschland außerdem auf die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Partnern. Eine gemeinsame deutsch-französische „Taskforce für die Digitale Souveränität Europas“ wurde beim Gipfel zur Europäischen Digitalen Souveränität am 18. November 2025 in Berlin beschlossen. Sie erarbeitet derzeit eine verbindliche Definition digitaler Souveränität. Diese soll künftig die Grundlage für deutsche und europäische Gesetzgebung sowie für Förder- und Beschaffungsprozesse bilden. Beide Länder haben sich dieses Jahr bereits auf eine gemeinsame Definition für eine Taskforce verständigt. Ohne eigene, tiefgehende Analysefähigkeit verliert der Staat bei der Risikobewertung hochkomplexer KI -Systeme die Kontrolle. Das will die Bundesregierung verhindern. Mit dem nationalen KI -Sicherheitsinstitut ( AISI Deutschland) hat die Bundesregierung eine zentral verankerte Kompetenz- und Evaluierungsinstitution zur Stärkung der digitalen Souveränität und Sicherheit in Deutschland geschaffen. Das AISI Deutschland ist keine Regulierungsbehörde, sondern ein analytisch-operatives Kompetenzzentrum („ Think- & Do-Tank “) an der Schnittstelle von Sicherheit, Technologieanalyse, Innovation und strategischer Beratung. Durch das Erstellen aktueller Lagebilder mit Frühwarnindikationen wird ein vorausschauendes informiertes Handeln ermöglicht, um Gesellschaft, Wirtschaft und nationale Sicherheit sowie außen- und sicherheitspolitische Interessen vor Risiken zu schützen. Das schafft verlässliche Sicherheitsstandards für kritische Anwendungen und festgelegte Regulierungsanforderungen sowie Vertrauen in den Staat. Die Fachaufsicht, Steuerung und politische Kontrolle der Arbeit des Instituts liegen in der gemeinsamen Verantwortung des Bundesinnen- und des Bundesdigitalministeriums. KI und Cybersicherheit sollten in engem Zusammenhang gesehen werden. KI verbessert die Cybersicherheit, indem sie große Datenmengen analysiert, Bedrohungen erkennt und Reaktionen automatisiert. Zugleich schafft sie aber auch neue Risiken wie Manipulation, Verwundbarkeiten und Datenschutzprobleme. Grundsätzlich ist die Cybersicherheit auf jeder politischen Ebene ein Thema und seit den neuen globalen Herausforderungen noch einmal mehr in den Fokus gerückt. Deswegen stimmt sich Deutschland auch eng auf europäischer Ebene zum Thema Cybersicherheit ab. Die Bundesregierung hat bereits zahlreiche wirkungsvolle Maßnahmen zur Cybersicherheit ergriffen: Zur Stärkung des Schutzsystems für Cybersicherheit kritischer Infrastrukturen hat die Bundesregierung ein Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz (NIS-2) b eschlossen. Ziel ist es, die Cybersicherheit kritischer Infrastrukturen in der Europäischen Union weiterhin auf einem gemeinsamen hohen Niveau sicherzustellen; verbindliche Maßnahmen für Wirtschaft und Verwaltung. Wichtige Einrichtungen sollen sich so besser vor Schäden durch Cyberangriffe schützen und hierdurch das Funktionieren des europäischen Binnenmarktes verbessert werden. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Cybersicherheit wurden zur Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen angemessene und rechtssichere gesetzliche Grundlagen geschaffen. Ziel ist es, die Cybersicherheit weiter zu stärken und unsere Sicherheitsbehörden in die Lage zu versetzen, bei schwerwiegenden Gefahren Cyberangriffe auch aktiv verhindern, stoppen oder zumindest abmildern zu können. Darüber hinaus hat die Bundesregierung Eckpunkte für mehr Cybersicherheit beschlossen. Um die Cybersicherheit zu erhöhen, hat die Bundesregierung beschlossen, einen Cyberdome als Schutzschirm für den digitalen Raum in Deutschland einzusetzen. Dieser soll als zentral koordiniertes Frühwarn- und Schutzsystem Cyberangriffe auf staatliche Institutionen, Kritische Infrastrukturen, Unternehmen sowie die Gesellschaft schneller erkennen, auswerten und die Auswirkungen und Schäden der Angriffe minimieren. Der Cyberdome wird als mehrjähriges Vorhaben konzipiert, das bestehende Systeme vernetzt oder Sensorik gezielt ergänzt. Bis Ende des Jahres 2026 wird ein Realisierungskonzept durch das Bundesinnenministerium und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ausgearbeitet. Mit dem Gesetz zur Durchführung der Cyberresilienz-Verordnung setzt die Bundesregierung die von der europäischen Verordnung vorgegebenen einheitlichen Regeln zur Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen um. Cybersicherheit gilt fortan als grundlegende Produkteigenschaft und damit als zwingende Voraussetzung für den Marktzugang für Produkte mit digitalen Elementen, wie etwa Smart-TVs oder Smartphone -Geräte. Ferner hat die Bundesregierung ei n Programm zur Steigerung der Cybersicherheit in der Bundesverwaltung, kurz: CyberGovSecure, eine Bündelung von Sofortmaßnahmen beschlossen. Das Programm steigert die Cybersicherheit und Cyber -Resilienz der obersten Bundesbehörden. BSI hat neun Handlun gsfelder identifiziert und erste Maßnahmen festgelegt, unter anderem das Erkennen und Beseitigen von Schwachstellen, Detektion und System-Protokol lierung, Sichere Konfiguration, Netzwerksicherheit und Systemhärtung. Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum unter Federführung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Kooperations-, Kommunikation s- und Koordinationsplattform der zuständigen (Sicherheits-) Behörden unterschiedlicher Ressorts, die insbesondere durch ein gemeinsames, aktuelles und umfassendes Cybersicherheitslagebild für Deutschland, strategische Berichterstattungen sowie durch die koordinierende operative und interdisziplinäre Fallbearbeitung unverzichtbare Beiträge zur gesamtstaatlichen Cybersicherheit und somit – auch im Krisenfall – zur Handlungsfähigkeit der Bundesregierung leistet.