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Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung, schnellere und unbürokratische Verfahren – das ist unter anderem das Ziel der Föderalen Modernisierungsagenda. Foto: Shutterstock/RecCameraStock Deutschland soll schneller, digitaler und handlungsfähiger werden, zum Wohle von Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung. Um dieses Ziel zu erreichen, haben der Bundeskanzler sowie die Regierungschefinnen und -che...
Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung, schnellere und unbürokratische Verfahren – das ist unter anderem das Ziel der Föderalen Modernisierungsagenda. Foto: Shutterstock/RecCameraStock Deutschland soll schneller, digitaler und handlungsfähiger werden, zum Wohle von Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung. Um dieses Ziel zu erreichen, haben der Bundeskanzler sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder im Dezember 2025 die Föderale Modernisierungsagenda PDF, 961 KB, nicht barrierefrei verabschiedet. Sie enthält Maßnahmen, mit denen die staatliche Verwaltung und öffentliche Organisation in Deutschland grundlegend und übergreifend modernisiert und verschlankt werden sollen. Dass die eingeleiteten Schritte bereits wirken, zeigt der Fortschrittsbericht, der bei der Besprechung des Bundeskanzlers mit den Regierungschefinnen -chefs der Länder vorgestellt wurde. Das Ergebnis: Alle 60 vor rund einem halben Jahr vereinbarten kurzfristigen Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung, 15 konnten bereits vollständig umgesetzt werden. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte zu den Erfolgen bei der Staatsmodernisierung: „Bund und Länder arbeiten hier wirklich eng zusammen. Wir machen dadurch das Leben der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland einfacher“. Die Agenda umfasst insgesamt mehr als 200 Maßnahmen zu den folgenden fünf Leitthemen: Weniger Bürokratie , klare Verfahren und schnelle Entscheidungen auf allen staatlichen Ebenen. Schnellere Verfahren im Bereich von Planung und Genehmigung, Vereinfachungen im Vergabe- und Datenschutzrecht. Effiziente, resiliente und leistungsfähige staatliche Strukturen: für Vertrauen in Staat und Verwaltung. Digitale Verfahren : effizient und serviceorientiert – für mehr Komfort und Zeitersparnis im Alltag. Bessere Rechtsetzung: verständlich, praxistauglich und verlässlich – damit Regeln Orientierung geben und nicht aufhalten. Bund und Länder wollen mit ihren Vorhaben konkret die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger verbessern, die Wirtschaft stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Einige Beispiele von Maßnahmen, die unmittelbare Erleichterungen bringen. Für Bürgerinnen und Bürger: E-Mail statt Papierflut: Künftig reicht im Kontakt mit Behörden eine einfache Mail aus. Ein offizielles Schreiben ( bzw. ein handschriftlich unterschriebenes Formular bzw. der elektronische Versand mittels qualifizierter elektronischer Signatur) ist weitestgehend nicht mehr notwendig. Die Kommunikation mit den Behörden wird dadurch vereinfacht und beschleunigt. Die Behörden selbst können auch per E-Mail reagieren, wenn sie auf diesem Wege kontaktiert werden. Kindergeld ganz ohne Antrag : Mit dem antragslosen Kindergeld werden Familien entlastet und Bürokratie abgeschafft. Ziel ist, dass Eltern in der Zeit nach der Geburt voll und ganz für ihr Baby da sein können, statt sich mit unnötigem Papierkram beschäftigen zu müssen. Ab 2027 soll das Kindergeld in einer ersten Stufe für jedes weitere Kind von Eltern, die bereits mindestens ein älteres Kind haben, an die Person ausgezahlt werden, die bisher das Kindergeld erhält. In einer zweiten Stufe wird auch für das erste Kind das Kindergeld antragslos ausgezahlt. Einheitliche IT beim Elterngeld: Der Bezug von Elterngeld wird einfacher. Vorgesehen ist eine zentrale technische Infrastruktur. Eltern profitieren dann bundesweit von einer modernen, sicheren und zügigen Bearbeitung des Elterngeldes. Das sogenannte Once-Only -Prinzip wird von Anfang an mitgedacht: Die Verwaltung tauscht untereinander Daten aus, sodass Angaben gegenüber verschiedenen Behörden nicht ständig wiederholt werden müssen. Weniger Behördengänge: Zudem werden den Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche unnötige Behördengänge erspart. Zum Beispiel können die Wohnsitzummeldung bei einem Umzug oder auch die Beantragung des Personalausweises digital erfolgen. Wer noch im Bürgerbüro seinen Personalausweis beantragt, kann in der Regel das Passbild direkt digital vor Ort anfertigen und hochladen – innerhalb von wenigen Minuten. Und für Menschen ab 70 gilt: Personalausweise, die Personen an ihrem 70. Geburtstag oder danach beantragen, können künftig auch nach Ablauf von zehn Jahren unbegrenzt weiterverwendet werden. I- Kfz -App statt Handschuhfach: Auch das Auto kann nun einfach digital an- und abgemeldet werden. Die Online -Zulassung ist auch günstiger im Vergleich zur Anmeldung in der Zulassungsbehörde. Digital lässt sich auch der Fahrzeugschein mitführen: Das lästige Suchen im Handschuhfach gehört der Vergangenheit an. Mit der i- Kfz -App wird der Fahrzeugschein digital – einfach, sicher und jederzeit griffbereit auf dem Smartphone. Für Unternehmen: Weniger Bürokratie : Firmen werden erheblich von Bürokratie entlastet. Berichts- und Auskunftspflichten zulasten der Wirtschaft werden kritisch überprüft. Ziel ist, mindestens ein Drittel dieser Pflichten abzuschaffen. Dadurch sollen die Bürokratiekosten um 25 Prozent reduziert werden. Weniger Berichtspflichten : Konkret werden zum Beispiel im Bereich der Statistik Berichtspflichten reduziert. Auch Landwirtinnen und Landwirte werden entlastet, sie müssen weniger dokumentieren. Im Zweifel für den Antrag: Eine deutliche Entlastung auch für Unternehmen ist die sogenannte Genehmigungsfiktion. Das bedeutet: Entscheidet eine Behörde in bestimmten Fällen nicht innerhalb einer festgelegten Frist über einen Antrag, z.B. drei Monaten, gilt die Genehmigung (z.B. zur Gewerbeerlaubnis) als erteilt. Unternehmen warten nicht mehr auf die Verwaltung, sondern der Staat muss liefern. Ziel ist, Antragssteller vor langen Bearbeitungszeiten zu schützen und Planungssicherheit zu schaffen. Schnellere Genehmigungsverfahren: Neue Verkehrsprojekte sollen durch das neue Infrastruktur-Zukunftsgesetz künftig schneller, pragmatischer und unbürokratischer umgesetzt werden können. Der Bau von neuen Autobahnen, Schienenwegen, der Ersatz von maroden Brücken, der Neu- und Ausbau von LKW -Parkplätzen sowie wichtige Sanierungen von Wasserstraßen sollen künftig prioritär behandelt werden. Dadurch werden diese Projekte in Genehmigungsverfahren bevorzugt - davon profitieren auch Unternehmen. Digitaler Marktplatz : Zudem erhalten Unternehmen einen einfacheren und schnelleren Zugang zu öffentlichen Aufträgen. Möglich wird dies durch die Einführung eines digitalen Marktplatzes für öffentliche Beschaffung. Für Verwaltungen in Bund, Ländern und Kommunen: Deutschland-Stack : Für die Behörden soll eine nationale Technologieplattform (D-Stack) für die digitale Verwaltung geschaffen werden. Dadurch sollen sie ihre Leistungsfähigkeit deutlich steigern – und ihre Ressourcen besser zum direkten Nutzen von Bürgerinnen und Bürgern einsetzen können. Einsatz von KI : Künstliche Intelligenz unterstützt als Co-Pilot in der Verwaltung beim Sortieren und Prüfen von Anträgen, um Sachbearbeiter zu entlasten. Einfachere Förderverfahren : Auch Kommunen sollen durch einfache und bürokratiearme Förderverfahren von der Information über die Antragstellung bis zur Abwicklung entlastet werden. Modernisierungsagenda Bund: Anfang Oktober 2025 hat das Bundeskabinett bereits die Modernisierungsagenda Bund beschlossen. Inhalte sind konkrete Reformen, die für Bürokratierückbau und breite Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen sorgen. Die Agenda des Bundes enthält einen ressortübergreifenden Fahrplan mit Fristen, Monitoring und mehr als 80 konkreten Einzelmaßnahmen. Schwerpunkte bilden Bürokratierückbau, neue Rechtssetzungsstandards, digitale Services und KI in der Verwaltung, moderne Personalstrukturen und eine deutlich verschlankte Bundesverwaltung. per E-Mail teilen, Ein schneller, digitaler und handlungsfähiger Staat per Facebook teilen, Ein schneller, digitaler und handlungsfähiger Staat per Threema teilen, Ein schneller, digitaler und handlungsfähiger Staat E-Mail per E-Mail teilen, Ein schneller, digitaler und handlungsfähiger Staat Facebook per Facebook teilen, Ein schneller, digitaler und handlungsfähiger Staat Threema per Threema teilen, Ein schneller, digitaler und handlungsfähiger Staat WhatsApp per Whatsapp teilen, Ein schneller, digitaler und handlungsfähiger Staat X per X teilen, Ein schneller, digitaler und handlungsfähiger Staat Link kopieren