Die Hannover Messe sei ein „Ort des globalen Dialogs über technologischen Fortschritt und wirtschaftliche Chancen“, so Kanzler Merz in seiner Eröffnungsrede. Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel Mit Brasilien teile Deutschland das Interesse an einer „grundlegenden politischen Ordnung“, in der man auf Verträge und Verabredungen vertrauen könne und in der „wir gemeinsam globale Probleme zu lösen imstande sind“, betonte B...
Die Hannover Messe sei ein „Ort des globalen Dialogs über technologischen Fortschritt und wirtschaftliche Chancen“, so Kanzler Merz in seiner Eröffnungsrede. Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel Mit Brasilien teile Deutschland das Interesse an einer „grundlegenden politischen Ordnung“, in der man auf Verträge und Verabredungen vertrauen könne und in der „wir gemeinsam globale Probleme zu lösen imstande sind“, betonte Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Rede zur Eröffnung der Hannover Messe. Auch wirtschaftlich seien die Beziehungen beider Länder eng. „Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Südamerika“, so Merz. Die Hannover Messe steht in diesem Jahr unter dem Motto „ Think Tech Forward “ und legt ihren Schwerpunkt auf technologischen Fortschritt und die digitale Transformation der Wirtschaft und damit auch auf unterschiedliche Anwendungen von künstlicher Intelligenz. Sie findet vom 20. bis zum 24. April 2026 statt. Partnerland Brasilien : Brasilien sei Deutschlands wichtigster Handelspartner in Südamerika. Im Jahr 2024 exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von mehr als 13 Milliarden Euro nach Brasilien. „Unsere wirtschaftlichen Beziehungen aber werden in den nächsten Jahren noch besser und noch enger werden“, betonte der Bundeskanzler. Das EU - MERCOSUR -Abkommen werde „alle beteiligten Volkswirtschaften stärker, unabhängiger und widerstandsfähiger machen“. Partnerland Brasilien : Brasilien sei Deutschlands wichtigster Handelspartner in Südamerika. Im Jahr 2024 exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von mehr als 13 Milliarden Euro nach Brasilien. „Unsere wirtschaftlichen Beziehungen aber werden in den nächsten Jahren noch besser und noch enger werden“, betonte der Bundeskanzler. Das EU - MERCOSUR -Abkommen werde „alle beteiligten Volkswirtschaften stärker, unabhängiger und widerstandsfähiger machen“. Anwendung künstlicher Intelligenz : Gerade bei industriellen Anwendungen spiele KI eben eine sehr wichtige Rolle. KI werde zu mehr Effizienz und Produktivität, zu optimiertem Ressourceneinsatz und vor allem zu reduzierten Kosten beitragen. „Es wird so die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Produktion stärken“, so der Kanzler. Anwendung künstlicher Intelligenz : Gerade bei industriellen Anwendungen spiele KI eben eine sehr wichtige Rolle. KI werde zu mehr Effizienz und Produktivität, zu optimiertem Ressourceneinsatz und vor allem zu reduzierten Kosten beitragen. „Es wird so die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Produktion stärken“, so der Kanzler. Versorgungssicherheit Deutschland: Die deutsche Wirtschaft und die Bürger müssten sich darauf verlassen können, dass die Versorgung mit zentralen Produkten wie Diesel, Benzin, Flugbenzin gesichert bleibe. „Für uns ist klar: Versorgungssicherheit hat für Deutschland höchste Priorität“, betonte Kanzler Merz. Deutschland stehe dabei im „engen Austausch mit unseren europäischen Partnern sowie allen relevanten Behörden und nutzen alle verfügbaren Instrumente, um Stabilität zu gewährleisten“. Bundeskanzler Friedrich Merz: Sehr geehrter Herr Präsident Lula da Silva, sehr verehrte, liebe Frau Lula, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, Herr Oberbürgermeister, Frau Ministerin, sehr geehrte Frau Sweet, meine Damen und Herren aus der Wirtschaft und der Wissenschaft, Exzellenzen, meine Damen und Herren! Erlauben Sie mir – und ich denke, ich darf das in Ihrer aller Namen tun –, Ihnen, Herr Präsident, noch einmal sehr, sehr herzlich für Ihr Kommen, aber vor allem für Ihre großartige und engagierte Rede zu danken, die Sie gerade eben gehalten haben! Wir heißen Sie in Deutschland aus ganzem Herzen willkommen, und wir tun das heute in Hannover. Wir eröffnen die Hannover Messe 2026 als Tage der Zukunft, als Tage der Zukunftszuversicht, als Tage, an denen wir nach vorn schauen und auch uns selbst wieder einmal zeigen, was wir können, was für Ideen wir haben und wovon wir fest überzeugt sind, dass wir es auch erreichen können. Das ist der Geist, den wir in unserem Land, aber auch in ganz Europa und in der Welt heute brauchen. Das ist der Geist, in dem wir uns – ich hoffe es jedenfalls – alle miteinander einig sind und einig wissen mit den vielen Ländern, die in diesen Tagen hier in Hannover vertreten sind. Zuversicht, meine Damen und Herren, das ist immer schon der Geist von Hannover gewesen, und das ist er ganz besonders in diesen schwierigen Wochen und Monaten. Zuversicht, das ist der Geist, in dem wir uns gerade auch mit Brasilien einig wissen – Sie haben es in Ihrer Rede gerade noch einmal so deutlich und so empathisch unterstrichen. Das ist ein Grund zur Freude; denn Brasilien ist unser Partnerland in Hannover 2026. Meine Damen und Herren, viele von Ihnen werden es wissen: Nicht nur war Brasilien 1980 zum ersten Mal Partnerland der Hannover Messe; vielmehr war das auch das erste Jahr, in dem die Hannover Messe ein Partnerland eingeladen hat. Erlauben Sie mir deswegen, dass ich Herrn Köckler und dem ganzen Team der Hannover Messe herzlich danke – nicht nur für die Arbeit, die Sie hier mit dieser Messe leisten, sondern auch dafür, dass Sie in diesem Jahr, 2026, Brasilien noch einmal als Partnerland der Hannover Messe eingeladen haben. Ich möchte Ihnen, so wie Präsident Lula es schon getan hat, noch einmal ein paar Daten und Fakten in Erinnerung rufen: Brasilien und Deutschland verbindet eine über 200-jährige gemeinsame Geschichte. Am 25. Juli 1824 kamen 39 deutsche Einwanderer auf der Suche nach einem besseren Leben im südlichsten Bundesstaat Brasiliens an, in Rio Grande do Sul, und bauten sich dort eine neue Existenz auf. Eine Viertelmillion Deutsche folgten in den darauffolgenden 100 Jahren. Rund 10 Prozent der Brasilianerinnen und Brasilianer haben deutsche Vorfahren. Deshalb wird der 25. Juli in Brasilien – in einigen Teilen des Landes jedenfalls – bis heute als Tag der deutschen Einwanderer begangen. Meine Damen und Herren, so wollen wir es in Deutschland mit der Einwanderung auch halten. Wir brauchen Einwanderung. Wir brauchen Einwanderung in unseren Arbeitsmarkt. Deswegen hat sich die Bundesregierung auf den Weg gemacht, das modernste digital gestützte Einwanderungssystem zu errichten, das es in Europa gibt, nämlich eine Work-and-Stay -Agentur, die Einwanderung in unseren Arbeitsmarkt ganz überwiegend digital und in kürzester Zeit ermöglicht. Wir laden die Menschen, die in Deutschland arbeiten wollen, die hier forschen wollen, die mithelfen wollen beim Aufschwung und bei der Entwicklung Europas, gerade von dieser Messe aus ein, nach Deutschland zu kommen. In dieser Welt, die sich in diesen Monaten so fundamental neu ordnet, die wir erleben, die wir zum Teil erleiden und die wir in jedem Fall mitgestalten wollen, in dieser Welt ist Brasilien einer unserer wichtigsten Partner. Wir teilen mit Brasilien unser Interesse an einer grundlegenden politischen Ordnung, in der wir auf Verträge, auf Verabredungen vertrauen können, in der wir gemeinsam globale Probleme zu lösen imstande sind und in der wir uns vor allem entschlossen haben, soweit wir es beeinflussen können, Konflikte auf der Welt nur mit friedlichen Mitteln zu lösen. Wir teilen die Erfahrung, dass Völkerrecht und internationale Organisationen unserer Souveränität, unserer Unabhängigkeit und vor allem unserer Freiheit dienen. Auch wirtschaftlich sind unsere Beziehungen eng. Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Südamerika. Im Jahr 2024 exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von mehr als 13 Milliarden Euro nach Brasilien. Umgekehrt ist Deutschland für Brasilien der wichtigste Handelspartner in Europa, mit Exporten von knapp neun Milliarden Euro. Unsere wirtschaftlichen Beziehungen aber werden in den nächsten Jahren noch besser und noch enger werden; denn wir haben Voraussetzungen dafür geschaffen, dass dies jetzt möglich ist. Nach 26 langen Jahren – zu langen Jahren; so lange, meine Damen und Herren, darf es nie wieder dauern, bis wir als Europäer ein Freihandelsabkommen abschließen – ist nun endlich das Freihandelsabkommen zwischen Europa und vier südamerikanischen Staaten, das MERCOSUR -Abkommen, unterzeichnet, und es tritt in der nächsten Woche, am 1. Mai vorläufig – und ich sage: damit auch endgültig – in Kraft. Es ist ein gutes Zeichen, ein überragend wichtiges Zeichen, dass die Entscheidung, Brasilien als Partnerland nach Hannover einzuladen, nun gerade im Zeichen dieses Freihandelsabkommens mit den südamerikanischen Staaten steht. Europa, Südamerika, aber auch Indien, Australien, Indonesien, Kanada, Mexiko: Viele ziehen wie wir Europäer Freihandel, Multilateralismus und globale Partnerschaften vor, und dazu stehen wir. Meine Damen und Herren, das ist die Mehrheit in der Staatengemeinschaft unserer Welt. Diversifizierung im Miteinander statt Abschottung im Gegeneinander: Das ist der Weg, den wir gehen. Das EU - MERCOSUR -Abkommen wird alle beteiligten Volkswirtschaften stärker, unabhängiger und widerstandsfähiger machen. Meine Damen und Herren, hier bei der Hannover Messe hat man es vermutlich immer gewusst; anderen war diese Einsicht eher abhandengekommen: Wirtschaftliche Stärke, nicht nur militärische Stärke, ist die Grundlage von Selbstbehauptung in Freiheit. Ich versuche diesen Gedanken in Deutschland und in Europa zum Grundgedanken unserer Politik zu machen. Der Geist, der hier in Hannover herrscht, hilft dabei. Die Hannover Messe ist immer noch die größte Industriemesse der Welt, und sie soll es bleiben. Nächstes Jahr werden Sie, Herr Köckler, mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vor allem mit den Ausstellerinnen und Ausstellern das 80-jährige Jubiläum der Hannover Messe feiern. Hier in Hannover begegnen sich führende Unternehmen, renommierte Forschungsinstitute und visionäre Start-ups , um gemeinsam neue Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. In diesem Jahr nehmen über 4.000 internationale Unternehmen vor allem aus dem Maschinenbau, der Elektro- und Digitalindustrie und der Energiewirtschaft teil. In den nächsten Tagen werden hier in Hannover über 14.000 neue Produkte und Technologien vorgestellt. Mit dem Motto „ Think Tech Forward “ legt die Messe in diesem Jahr den Schwerpunkt auf technologischen Fortschritt und die digitale Transformation der Wirtschaft. Wir haben es in verschiedenen Beiträgen hier an dieser Stelle gehört: Gerade künstliche Intelligenz verändert unsere Volkswirtschaften signifikant und nachhaltig. Wir haben gesehen, was die Gewinner des Hermes Award , die Firmen, die hier ausgezeichnet worden sind, entwickeln. Gerade bei industriellen Anwendungen spielt KI eben eine sehr wichtige Rolle. Und ja, ich werde mich dafür einsetzen, die europäische KI -Regulierung zu erleichtern und wenn möglich industrielle KI aus dem gegenwärtigen, zu engen Korsett der KI -Regulierung der Europäischen Union herauszulösen, meine Damen und Herren. So können wir es nicht machen, wie es einmal vor vielen Jahren noch nicht einmal in der Vorahnung der Dimension des Anwendungsbereichs der KI in Brüssel geplant war: KI wird zu mehr Effizienz und Produktivität, zu optimiertem Ressourceneinsatz und vor allem zu reduzierten Kosten beitragen. Es wird so die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Produktion stärken. Meine Damen und Herren, vor diesem Hintergrund, gerade für Deutschland mit seiner starken industriellen Basis und seinen Kompetenzen im Maschinenbau und bei industriellen Produktionsprozessen, ergibt sich dadurch ein enormes Potenzial. Deshalb will ich die vorhandenen und ja durchaus verständlichen Sorgen, die hier geäußert worden sind, aufgreifen. Wenn wir es richtig machen, dann wird KI dazu beitragen, industrielle Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze in unserem Land zu erhalten und neue zu schaffen. Aber das wird nur gelingen, wenn wir angesichts des hohen Entwicklungstempos der Technologie etwa in den USA oder in China alles dafür tun, um unsere gute Ausgangsposition bei industrieller KI auch wirklich zu nutzen. Die Bundesregierung hat begonnen, ihren Beitrag dazu zu leisten. Ich will Sie daran erinnern: Mit dem Deutschlandfonds wollen wir einen Hebel für private Investitionen in Deutschland schaffen. Wir streben dabei ein privates Investitionsvolumen von mehr als 130 Milliarden Euro an, bei einem öffentlichen Mitteleinsatz von etwa 30 Milliarden Euro. Mit der gerade beschlossenen Rechenzentrumsstrategie wird Deutschland seine digitalen Kapazitäten massiv ausbauen. Wir planen bis zum Jahr 2030 eine Verdopplung der Rechenkapazität in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2025. Dorothee Bär, die übrigens, meine Damen und Herren, heute Geburtstag hat – liebe Doro Bär, herzlichen Glückwunsch –, hat als Forschungs- und Technologieministerin im letzten Sommer eine Hightech -Agenda vorgelegt. Wir haben sie beschlossen mit sechs Schlüsseltechnologien, die aus unserer Sicht zentral für den technologischen Fortschritt in Deutschland sind, nämlich Quantentechnologie, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusionstechnologie, klimaneutrale Energieerzeugung, Technologien für die klimaneutrale Mobilität und eben künstliche Intelligenz. Darf ich mir den Hinweis an dieser Stelle auch erlauben: Was klimafreundliche Technologien und Antriebstechnologien betrifft, meine Damen und Herren, hat Präsident Lula heute eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig und wie notwendig ist, dass wir in der Mobilität nicht nur elektrifizieren, sondern auch an die über eine Milliarde Verbrenner in Europa, in der Welt denken, die auch nach dem Jahr 2035 eine Perspektive bekommen müssen, klimaneutral betrieben zu werden. Das geht nur mit synthetischen Kraftstoffen, das geht nur mit neuen Technologien. Brasilien ist da weiter als die Europäische Union. Herzlichen Dank auch dafür, dass Sie uns darauf so aufmerksam gemacht haben. Es gibt eine Investitionsoffensive aus der Privatwirtschaft, die auch auf künstliche Intelligenz in der Industrie zielt. Diese Initiative „ Made for Germany “ vereint mittlerweile 129 Unternehmen und Investoren in Deutschland mit Investitionszusagen in Höhe von über 800 Milliarden Euro bis zum Jahr 2028. In einem solchen Umfang haben wir Investitionszusagen für Deutschland noch nie in so kurzer Zeit bekommen. Ich will den Initiatoren dieser Initiative herzlich danken, dass sie so engagiert auch ein Bekenntnis zum Standort Deutschland abgeben. Viele dieser Unternehmen sind auch in diesen Tagen hier auf der Messe vertreten. Ich freue mich, morgen an der Veranstaltung der Initiative teilzunehmen, bei der es eben auch um die Chancen der Entwicklung und Anwendung von KI in der Industrie gehen wird. Meine Damen und Herren, Sie sehen an diesen vielen Beispielen, Deutschland bietet schon heute attraktive Bedingungen für inländische und ausländische Investitionen. Als Europas größte Volkswirtschaft und drittgrößte Volkswirtschaft der Welt stellt Deutschland einen unverzichtbaren Markt für jedes Unternehmen dar. Deutschland ist in der Mitte Europas mit seiner Lage das wichtigste Tor zum europäischen Binnenmarkt mit rund 450 Millionen potenziellen Kunden. Unsere Innovationskraft und technologische Stärke, unsere gut ausgebildeten Arbeitskräfte, dazu stabile politische, finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen, suchen weltweit ihresgleichen. Investitionen in Deutschland sind sicher, und sie sind wirtschaftlich attraktiv. Aber wir wissen, und auch Sie wissen es, es geht noch besser – und es muss auch noch besser geben. Es geht noch sehr viel besser. Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten – ich will es offen ansprechen – eine ganze Reihe struktureller Defizite angesammelt, die heute noch höhere Investitionen in Deutschland verhindern. Denn insgesamt können wir feststellen: Unsere Energiepreise sind zu hoch. Unsere Steuern, gerade für die Unternehmen, für Personengesellschaften ganz besonders, sind zu hoch. Die Bürokratie hemmt und lähmt, und die Nebenkosten dürfen eben auch nicht weiter steigen. Zu allem Überfluss herrscht seit einigen Wochen ein veritabler Krieg im Mittleren Osten. Meine Damen und Herren, auch dies gehört zum Bild eines solchen Tages dazu. Die Lage rund um die Straße von Hormus zeigt, wie verletzlich insbesondere die globalen Energiemärkte in geopolitischen Krisen bleiben. Auch andere globale Lieferketten sind stark betroffen. Für uns ist klar: Versorgungssicherheit hat für Deutschland höchste Priorität. Wir stehen dabei im engen Austausch mit unseren europäischen Partnern sowie allen relevanten Behörden und nutzen alle verfügbaren Instrumente, um Stabilität zu gewährleisten. Von Beginn an hat die Bundeswirtschaftsministerin eine ressortübergreifende Taskforce Energieversorgung eingerichtet, die im permanenten Einsatz ist. Wir werden sehr zeitnah in Berlin eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates einberufen, die genau diesem Ziel dient – übrigens, meine Damen und Herren, eine Institution, die längst nicht mehr nur wie früher der Bundessicherheitsrat über militärische und sicherheitspolitische Fragen berät, sondern die umfassend für Sicherheit, Versorgungssicherheit und Bevölkerungsschutz zuständig ist, unter Einbeziehung der Länder. Herr Ministerpräsident, Sie werden an dieser nächsten Sitzung als einer der Vertreter der Länder teilnehmen. Der Nationale Sicherheitsrat ist sozusagen eine stehende Institution, die aus dem Stand heraus in der Lage ist, mit allen Daten, allen Fakten, Entscheidungen zu treffen, wenn es um unsere Sicherheit, auch um unsere Versorgungssicherheit geht. Unser Ziel ist dabei klar: Die deutsche Wirtschaft und die Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass die Versorgung mit zentralen Produkten wie Diesel, Benzin, Flugbenzin gesichert bleibt. Für den Moment gilt, für den Moment: Die Marktlage ist angespannt, aber die Versorgung in Deutschland ist gesichert. Für den Fall, dass sich die Lage verschärfen sollte, sind wir auf Maßnahmen vorbereitet. Meine Damen und Herren, auch ohne diese Krise bleiben die Herausforderungen bestehen. Vielleicht werden sie sogar durch die Krise noch ein wenig größer. Wir haben die Energiepreise bereits gesenkt. Wir haben die Körperschaftssteuer bereits gesenkt und mit verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten den Unternehmen Investitionsanreize gegeben. Wir werden zum 01.01.2027 eine Einkommensteuerreform in Kraft setzen. Wir haben vereinbart, die Bürokratiekosten für die Wirtschaft in dieser Wahlperiode um 25 Prozent zu senken. Das entspricht ungefähr einem Betrag von 13 Milliarden Euro Bürokratiekosten für unsere Unternehmen. Die gute Nachricht ist: Mehr als ein Viertel davon haben wir bereits eingelöst. Bürokratierückbau und Staatsmodernisierung gehören für uns zusammen. Deshalb haben wir eine Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung und sogar – ich danke noch einmal den Ländern – eine föderale Modernisierungsagenda aufgelegt. Beides wird unseren Staat und die Verwaltung effizienter machen und vor allem digitaler. Und schließlich: Wir stabilisieren auch die Lohnzusatzkosten durch eine Reform unseres Sozialstaats. Wir werden soziale Sicherheit effizienter und besser organisieren. Das Ziel ist klar: Wir wollen sie auch in Zukunft gewährleisten, wir wollen sie gewährleisten können. Denn immer weiter steigende Sozialabgaben schwächen die preisliche Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft zunehmend, und sie gefährden am Ende den Sozialstaat selbst. Deswegen werden wir diese Reformen auf den Weg bringen – Strukturreformen. Schließlich: Noch vor der Sommerpause ist eine grundlegende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung geplant. Die Rentenversicherung folgt im zweiten Halbjahr 2026. Das sind ehrgeizige Ziele in schwieriger Zeit und in einer, ich gebe es zu, nicht ganz einfachen Regierungskoalition. Aber wir wissen, meine Damen und Herren, worum es geht. Wir sehen es vor allen Dingen in diesen Tagen wieder hier in Hannover. Die Hannover Messe wird in den nächsten Tagen zu einem Ort des globalen Dialogs über technologischen Fortschritt und wirtschaftliche Chancen. Ich danke allen Ausstellern, ich danke allen Wissenschaftlern, allen Unternehmen, allen, die zum Erfolg dieser Messe beitragen. Mit ihrer Leidenschaft und Begeisterung machen sie die Messe zu dem, was sie immer war und was sie heute mehr denn je ist, nämlich ein weltweites Schaufenster der Innovation, ein globaler Treffpunkt für die, die daran glauben, dass noch mehr möglich ist. Wir teilen diesen Glauben mit Ihnen. Die Hannover Messe 2026 ist eröffnet. per E-Mail teilen, Hannover Messe schafft Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft per Facebook teilen, Hannover Messe schafft Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft per Threema teilen, Hannover Messe schafft Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft E-Mail per E-Mail teilen, Hannover Messe schafft Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft Facebook per Facebook teilen, Hannover Messe schafft Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft Threema per Threema teilen, Hannover Messe schafft Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft WhatsApp per Whatsapp teilen, Hannover Messe schafft Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft X per X teilen, Hannover Messe schafft Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft Link kopieren